Seine Erfindungen halfen, tödliche Krankheiten zu besiegen.
Der Physiker Ernst Abbe, geboren am 23. Januar 1840 in Eisenach, machte seinen Weg in
der damals stark expandierenden Wirtschaft : 1867, also mit 27 Jahren, leitete er bereits
die optischen Werkstätten des Universitätsmechanikers Carl
Zeiss. Mit ihm entwickelte er dann sechs Jahre später die Grundlage für die
Herstellung von Linsen. Diese sollten für die Zukunft von entscheidender Bedeutung sein,
denn ohne das von Abbe und Zeiss verbesserte Mikroskop wären die medizinischen
Forschungserfolge in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, vor allem die auf dem
Gebiet der Bakteriologie, nicht denkbar gewesen.
1870-1896 hatte Abbe eine Professur für Physik in Jena inne. In dieser Zeit (1882)
fällt auch die Gründung der Firma "Jenaer Glaswerk Schott und Gen.", die Abbe
gemeinsam mit Schott und Zeiss aufbaute und in der vor allem Linsen nach dem
seinerzeit entwickelten Verfahren hergestellt wurden. Abbe machte sich aber auch auf einem
anderen Gebiet einen Namen: als Sozialreformer. Nach Zeiss Tod im Jahre von 1889 zum
Alleininhaber der Firma geworden, führte er Mitbestimmung, Achtstundentag,
Gewinnbeteiligung, bezahlten Urlaub und fortlaufendes Einkommen für sechs Monate nach
erfolgter Kündigung ein. Schließlich gründete er die Carl-Zeiss-Stiftung, der er 1891
die Firma und Teile seines persönlichen Vermögens übergab und der er bis 1893 vorstand.
Der Physiker, Industrielle und Sozialreformer starb am 14. Januar 1905 in Jena.
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