Die große Politik verhalf seinre Erfindung zum Durchbruch.
Der Naturwissenschaftler hugenottischer Abstammung, am 28. April 1753 in Berlin
geboren, wurde schon in jungen Jahren vom Preußenkönig Friedrich II. für seine
Verbesserung in der Tabakzucht mit einer lebenslangen Pension belohnt. Das sollte für
Achard jedoch nicht das Signal sein, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen.
Sein Lehrer A.S. Markgraf hatte bereits 1747 den hohen Zuckergehalt in der Runkelrübe
nachgewiesen, doch schien eine fabrikmäßige Ausnutzung lange Zeit unmöglich. Achard,
1782 Markgrafs Nachfolger als Direktor der Physikalischen Klasse an der Akademie der
Wissenschaften in Berlin, widmete sich auf Gut Kaulsdorf bei Berlin fortan der Rübenzucht
und den technischen Möglichkeiten der Zuckergewinnung. Mit Erfolg: 1799 konnte er dem
König den ersten aus Rüben gewonnenen Zucker überreichen. Zwei Jahre später war es
dann soweit: Auf der staatlichen Domäne Kunern in Schlesien wurde die erste Fabrik
errichtet, die aus Runkelrüben Zucker gewann. Zunächst gab es jedoch Widerstände gegen
den einheimischen Zucker - bis Achard die große Politik zu Hilfe kam :
Mit Napoleons Kontinentalsperre verschwand der karibische Rohrzucker von den Tafeln -
man war auf Rübenzucker angewiesen. Franz Carl Achard starb am 20. April 1821 in Kunern.
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