Matthias Claudius, am 15. August 1740 im holsteinischen Reinfeld geboren, studierte
zunächst Theologie, dann aber Jura und Staatswissenschaften. Nach Beendigung des Studiums
trat er jedoch kein Amt an, sondern lebte und dichtete er im Haus seines Vaters, bis ihm
1770 die Redakteursstelle bei der Hamburger Volkszeitung "Der Wandsbeker Bote",
bei der auch Klopstock, Lessing und Herder mitarbeiteten, angeboten wurde.
In dieser Zeitung erschienen ab 1775 Claudius eigene Werke. Zunächst noch der
Anakreontik Gleims verpflichtet, wandte er sich später unter dem Eindruck des Todes
seines Bruders mehr und mehr religiösen und ethischen Themen zu. Claudius Lyrik blieb
stets volksliedhaft einfach, ist vielfach volkstümlich geworden ("Der Mond ist
aufgegangen","Der Tod und das Mädchen") und widersetzte sich allen
literarischen Moden seiner Zeit. Einige Gedichte wurden von Schubert vertont.
Seit 1778 lebte Claudius dann als freier Schriftsteller mit einem kleinen festen
Einkommen als Bankrevisor. Durch den Krieg aus Wandsbek vertrieben, starb er im Januar
1815 in Hamburg.
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