Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf
(1764 - 1832 nach Christus)
Der Verleger Goethes und Schillers.
Johann Friedrich Cotta, geboren am 27. April 1764 in Stuttgart, übernahm nach einem
Mathematik-, Geschichts- und Jurastudium 1787 die Leitung der völlig verschuldeten
"Cotta´schen Verlagsbuchhandlung" in Tübingen, die seit 1659 im Familienbesitz
war. In wenigen Jahren machte er sie zu einem der führenden Unternehmen dieser Art in
Deutschland. Er verlegte ab 1795 Schillers "Horen", lernte durch diesen Goethe kennen (1797), dessen Werke ebenfalls bei Cotta
erschienen. Auch Hölderlin, Hebel, Uhland, Schwab,
Schelling, Fichte, Pestalozzi
und Kleist sowie bedeutende Wissenschaftler zählten zu seinen Autoren.
Seit 1798 brachte Cotta die "Allgemeine Zeitung" heraus, die jahrzehntelang
das führende politische Blatt Deutschlands war, ab 1807 die kulturelle Tageszeitung
"Morgenblatt für gebildete Stände" und ab 1820 das "Literaturblatt".
1810 zog das Unternehmen nach Stuttgart um und erwarb 1839 die "G.J. Göschensche
Verlagsbuchhandlung" in Landshut. Im selben Jahr errichtete Cotta eine Bibelanstalt
in Stuttgart und München. Er starb am 29. Dezember 1832 in Stuttgart.
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