Gaius Aurelius Valerius Diocletanius ist neben Constantin
dem Großen die bedeutendste Herrschergestalt an der Wende zur Spätantike. Um 240 nach Christus in Dalmatien als
Sohn einfacher Eltern geboren, stieg er als Militär rasch auf und wurde 284 durch das Heer zum Kaiser
ausgerufen. Im Rahmen einer umfassenden Reichsreform suchte er den andauernden Revolten
und Kaisermorden durch Einrichtung eines Kaiserkollegiums zu begegnen, das die Macht auf
vier Kaiser verteilte (Tetrarchie) und eine reibungslose Thronfolge sicherte, indem die
Augusti die Caesaren adoptierten und diese in ihre Stellung nachrückten.
Mit wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen, wie Preisedikt und Berufszwang, suchte er der
permanenten Wirtschaftskrise zu begegnen. Das Steuer- und Münzwesen wurde ebenso
reformiert wie die Verwaltung und Heeresorganisation. Mit all diesen Maßnahmen schuf
Diocletian den spätantiken Zwangsstaat, in dem das Dominat als ideologisches Fundament
den Anspruch absoluter Herrschaft festschrieb.
Er dankte 305 ab und mußte bis
zu seinem Tode 316 in Salonae/
Split erleben, wie die tetrarchische Ordnung zusammenbrach und die Christen, die er seit 303 als Reichsschädlinge blutig
verfolgt hatte, staatlich toleriert wurden.
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