Eisenstein, am 23. Januar 1898 in Riga geboren, studierte zunächst wie sein Vater
Bauingenieurwesen, sattelte aber dann auf Architektur um. An der Oktoberrevolution zwar
nicht beteiligt, meldete er sich dennoch 1918 zur Roten Armee. Anschließend ging er als
Kulissemaler ans Moskauer Prolet-Kult-Theater, wurde aber bald Regisseur der Truppe. Aus
einer Theaterproduktion entstand dann 1924 sein erster Film "Stacka", da er
erkannt hatte, daß dieses Medium die Massen besser erreichen konnte.
Nach dem unerwarteten Erfolg des Erstlings wählte Eisenstein aus einer achtteiligen
Vorlage die Episode um den "Panzerkreuzer Potemkin" (1925) aus. Dieser Film
gehört zu den unbestrittenen Meisterwerken der Filmgeschichte - seine Technik, besonders
die Montage, beeinflußte Generationen von Regisseuren. Es folgten "Oktober"
(1928) und "Das Alte und das Neue" (1929). 1930 ging Eisenstein.auf eine
Auslandsreise, die durch Vorlesungen und Filmvorführungen finaziert wurde und ihn zwei
Jahre in die Filmmetropolen Europas und natürlich auch nach Hollywood brachte.
Bei seiner Rückkehr 1932 fand er eine veränderte Sowjetunion vor: Der von Stalin
prpagierte Sozialistische Realismus ließ keine formale Experimente mehr zu. Zunehmend in
seiner Arbeit behindert, betätigte sich Eisenstein nun hauptsächlich als Lehrer an der
Filmhochschule und als brillianter Theoretiker. Er starb am 11. Februar 1948 in Moskau.
Sein letzter Film "Iwan der Schreckliche", kam verstümmelt und erst zehn Jahre
nach seinem Tod in die Kinos.
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