Der Malermöch wurde um 1387 in Vicchio di Mugello (Provinz Florenz) als Sohn eines
Landwirtes geboren. Sein eigentlicher Name war Guido di Pietro. 1407 trat er in das
Kloster San Domenico in Fiesole ein und nahm den Namen Fra Giovanni an. Sieben Jahre
später zogen die Mönche nach Cortona und kehrten 1418 nach Fiesole zurück.
Das Kloster wurde erneuert, und Fra Giovanni schmückte die Wände mit Fresken (1420
entstand u.a. "Christus am Kreuz"). Bis 1436 wirkte er in Fiesole. Die zarten
Farben seiner von Giotto beeinflußten Bilder, die Armut der Gestalten, die Frömmigkeit,
die aus ihnen sprach, wurden gerühmt.
1436 wies Cosimo de Medici den Mönchen Kirche und Kloster von San Marco in Florenz zu,
und wieder schmückte Fra Giovanni die Räume, die als Höhepunkt seines Schaffens gelten,
mit Bildern und Fresken, malte allerdings auch für Kirchen und Klöster in der Umgebung.
Papst Eugen IV., auf den Maler aufmerksam geworden, holte ihn nach Rom. Im Vatikan
malte er unter anderem mit seinen Schüler Benozzo Gozzoli die "Capella
Niccolina" mit einem schon von der Frührenaissance geprägten Freskenzyklus aus. Von
1450 an lebte er als Prior wieder in Fiesole, kehrte dann nach Rom zurück, wo er am 18.
Februar 1455 starb.
Seine Zeitgenossen schilderten ihn als überaus sanften, guten Menschen. Schon zu
Lebzeiten erhielt er den Beinamen Beato Angelico.
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