Friedrich III., der Weise (1463 bis 1525 nach Christus)
Erst auf dem Sterbebett bekannte sich Luthers Landesherr zur Reformation.
1502 gründete er die Universität Wittenberg, nicht ahnend, daß er damit die Axt an
die Wurzel der katholischen Universalkirche legte: der am 17. Januar 1463 in Torgau
geborene Friedrich III. von Sachsen (Kurfürst seit 1486) war ein belesener, humanistisch
gebildeter. frommer Landesfürst.
An seiner jungen Hochschule lehrte seit 1512 der Mönch Martin Luther, der 1517 seine
flammende Kritik an der römischen Kirche an die Öffentlichkeit brachte. Selbst zwar
weiter treuer Katholik, hielt Friedrich III. seine schützende Hand auch noch über
Luther, als der, vom Papst gebannt, der Reichsacht verfallen war. Er ließ ihn sogar
entführen, da er dem freien Geleit nicht traute, das Kaiser Karl V.luther auf dem Wormser
Reichstag zugesagt hatte, und brachte ihn als "Junker Jörg" auf die Wartburg in
Sicherheit. Damit rettete er die Reformation, die, von Sachsen ausgehend, weite Teile des
Reiches und Europas erfaßte.
Friedrich III. selbst sperrte sich lange gegen die neue Lehre, und erst als es am 5.
Mai 1525 in Lochau bei Torgau ans Sterben ging, nahm er das Abendmahl in beiderlei
Gestalt.
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