Er veränderte radikal das Weltbild der Menschheit.
Galilei wurde am 15. Februar 1564 in Pisa geboren. Er studierte drei oder vier Jahre
Medizin und Philosophie, bis er sich für das Studium der Mathematik und
Naturwissenschaften entschied. Mit 26 Jahren wurde er Mathematikprofessor in Pisa. Seine
Liebe zum Experiment und seine kritische Haltung zu Aristoteles
entwickelte sich hier.
1592 ging er als Professor für Mathematik und Physik nach Padua. 1609, das Jahr, in
dem Johannes Kepler seine beiden ersten Gesetze über die Planetenbahnen veröffentlichte,
konstruierte Galilei - nach Angaben aus Holland - ein Fernrohr. Er entdeckte die
Jupitermonde, die Saturnringe, die Mondgebirge und die Sonnenflecken.
Die Entdeckungen, die ihm sein "Teufelsinstrument" erlaubte, banden ihn
endgültig an die Lehre des Kopernikus, die er etwas vereinfacht übernahm. Sein Eintreten
für diese Lehre brachten ihn in Konflikt mit der Inquisition. Er wurde nach Rom zitiert,
verhört und in Haft gehalten. Man drohte ihm die Folter an - Galilei widerrief seine
Lehre und schwor ihr ab.
Theoretisch blieb er bis zu seinem Tode ein Gefangener der Inquisition - allerdings
ohne Kerker und Ketten. 1633 gestattete ihm der Papst, sich auf sein Landgut Arcetri
zurückzuziehen. Hier schuf er sein eigentliches Hauptwerk, die Fall- und
Trägheitsgesetze. Das Buch über diese Gesetze erschien, nachdem es nach Holland
geschmuggelt worden war, erst 163, weil es selbst in Leiden und Amsterdam keinen Verleger
fand.
Galilei wurde zum Vater der "klassischen Physik". Seine eigentliche Leistung
besteht darin, daß er das Experiment als wesentliches Mittel zur Erkenntnis von
"Naturgesetzen" erkannte. Er starb am 8. Januar 1642 in Arceti bei Florenz.
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