Die Schriftstellerin wurde am 11. April 1713 in Danzig als Tochter des Leibarztes
Kulmus geboren. 14jährig schickte sie Johann Christoph
Gottsched, Professor für Poesie in Leipzig, ihre literarischen Arbeiten. Es entspann
sich ein reger Briefwechsel, bis sie 1735 heirateten.
Die Vorlesungen ihres Mannes mußte die intelligente und begabte Frau der Konvention
wegen hinter einer verschlossenen Tür lauschend verfolgen. Der aufgeklärte Gottsched
führte sie jedoch in seinen geistigen Kreis ein und ließ sie an allen Aktivitäten
teilhaben. Luise war äußerst sprachbegabt, sie beherrschte Englisch und Französisch und
eignete sich Latein und Griechisch an.
Für die Reformbestrebungen ihres Mannes schuf sie Übersetzungen französischer
Stücke und schrieb auch selber Gesellschaftskomödien. Lessing, einer der Hauptkritiker
ihres Mannes, lobte die Übersetzungen, lehnte in seiner "Hamburgischen
Dramaturgie" ihre eigenen Stücke jedoch ab.
Trotzdem wird ihr Talent allgemein über dem ihres Mannes stehend eingeschätzt.
Gottsched gab nach ihrem Tod am 26. Juni 1762 in Leipzig ihre Biographie heraus.
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