Christian Dietrich Grabbe, am 11. Dezember 1801 im Detmolder Zuchthaus geboren, das
sein Vater leitete, schrieb schon mit 16 erste Verse. Danach studierte er Jura in
Heidelberg und Berlin, wo er gleichermaßen als talentierter Dichter wie auch seiner
Alkoholexzesse wegen bekannt war.
Nachdem er vergeblich versucht hatte, Schauspieler und Regisseur zu werden , arbeitete
er als Rechtsanwalt, dann als Militärauditeur (Kriegsgerichtsrat) in seiner Heimatstadt
und heiratete die wesentlich ältere Tochter seines Gönners Clostermeier. Während dieser
Zeit entstanden viele seiner Stücke, darunter "Scherz, Satire, Ironie und tiefere
Bedeutung" (gedruckt 1827).
Sie spiegelten seine nihilistische Einstellung wider, er präsentierte eine zerrissene,
widersprüchliche Welt, in der die Helden blindem Zufall oder einer verständnislosen
Umwelt geopfert werdenund die stets im gleichen Trott bleibt. Die meisten Stücke
sprengten die damals zur Verfügung stehenden Bühnenmöglichkeiten.
Seinen Ekel vor der kleinbürgerlichen Enge und dem Ungeist der Restaurationszeit
ertränkte er immer öfter in Alkohol - seine Ehe scheiterte, 1834 verlor er seine
Stellung. Mit seinem Freund, dem Verlegre Kettembeil, zu dem er nach Frankfurt floh,
überwarf er sich bald. Immermann, der in Düsseldorf Theaterleiter war, verhalf ihm
schließlich zu einer bescheidenen Existenz.
In diesen letzten Jahren schrieb Grabbe seine Version der "Hermannsschlacht"
(gedruckt 1838). Völlig ausgebrannt und hoffnungslos dem Alkohol verfallen, kehrte er
nach Detmold zurück und starb im Delirium am 12. September 1836 in den Armen seiner
Mutter.
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