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Biografien A-Z

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Franz Grillparzer (1791 bis 1872 nach Christus)


Der späte Ruhm des Dichters.

Franz Grillparzer, am 15. Januar 1791 in Wien als Sohn eines Advokaten geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein erstes Stück schrieb er als 18jähriger. 1813 schloß er sein Jurastudium ab und wurde Beamter. Das blieb er auch, obwohl nach dem Erfolg seines Stückes "Die Ahnfrau" (1818) Graf Stadion ihn zum Dichter des Burgtheaters ernannt hatte.

Mit den nächsten Stücken konnte er diesen Erfolg jedoch nicht mehr wiederholen. 1821 lernte er Katharina Fröhlich kennen, mit der er sich verlobte, die er aber nie heiratete. Trotzdem blieb sie ihm treu verbunden. Da Grillparzer sehr zu Depressionen und Selbstzweifeln neigte (was seine Stücke, in denen die Menschen stets ihrem Schicksal ausgeliefert sind, zeigen), zog er sich endgültig aus dem Theaterleben zurück, nachdem seine einzige Komödie ("Weh dem, der lügt", 1838) durchgefallen war.

Seit 1832 Finanzdirektor, brachte er es bis zum Hofrat. Erst als der Direktor des Burgtheaters, Heinrich Laube, nach 1850 seine Stücke wiederentdeckte und aufführte, wurde der in Vergessenheit geratene plötzlich gefeiert, in die Akademie und den Reichsrat aufgenommen und schließlich Ehrenbürger Wiens. Grillparzer starb am 21. Januar 1872 in Wien.

grillparzer.jpg (10951 Byte)

Franz Grillparzer

Aquarell von M.M. Daffinger, 1827

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