Hawks, geboren am 30. Mai 1896 in Goshen, Indiana, arbeitete zunächst in der
Requisitenabteilung der "Mary-Pickford-company", dann als Cutter und
Drehbuchautor und leitete schließlich die Abteilung "Filmstoffe" bei
"Paramount". 1926 inszenierte er seinen ersten Film "Road to Glory".
Hawks war in vielen Genres zu Hause und drückte ihnen seinen Stempel auf - so dem
Gangsterfilm ("Scarfarce", 1932), dem Detektivfilm ("The Big Sleep",
1946), dem Abenteuerfilm ("Hatari!", 1962) und ganz besonders auch dem Western
("Red River", 1948; "Rio Bravo", 1959; "El Dorado", 1967).
Besonders talentiert war Hawks für die schnellen "Screwball"-Komödien
(Schneeball-Komödien), die oft das traditionelle Rollenklischee der Geschlechter ad
absurdum führten, etwa "Bringing Up Baby" (1938) wo Katherine Hepburn Cary Grant an den Rand des Wahnsinns treibt.
In den 60er Jahren wurde Hawks von den späteren Protagonisten der französischen
Nouvelle Vague als früher Autorenfilmer entdeckt und gewürdigt. Wie viele der ganz
Großen in Hollywood hat er nie einen Oscar bekommen. Daher musste man ihm den
"Life-Achievement-Award" geben; er erhielt den Ehrenoscar 1974.
Hawks starb am 26. Dezember 1977 in Palm Springs, Kalifornien.
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