Der deutsche Atomphysiker arbeitete nach 1945 in der Sowjetunion.
Der Sohn eines Rechtsanwaltes und Neffe des Entdeckers der
elektromagnetischen Wellen Heinrich Rudolf Hertz
wurde am 22. Juli 1887 in Hamburg geboren. Er war Professor für Physik in Halle
und Berlin und Leiter des Forschungslaboratoriums der Siemens-Werke.
Zusammen mit James Franck gelang ihm 1925 der Beweis, daß die elektrischen
und die Lichtschwankungen wesensgleich sind, wofür sie 1925 den Nobelpreis
bekamen. 1932 entdeckte er ein Verfahren zur Isotopentrennung, das später zur
Gewinnung von Uran 235 diente.
Nach dem II. Weltkrieg lebte Herz in der Sowjetunion und baute in Suchumi am
Schwarzen Meer ein Forschungszentrum auf. Ab 1954 lehrte er in Leipzig. Er starb
am 30. Oktober 1975 in Ostberlin.
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