Ein Handwerklicher Meister innerhalb der Komponistenavantgarde.
Bereits mit 14 Jahren studierte Hindemith, geboren am 16. November 1895
in Hanau am Main, Komposition am Hochschen Konservatorium in Frankfurt am Main
unter Arnold Ludwig Mendelssohn, einem Großneffen von Felix
Mendelssohn-Bartholdy.
1915-1923 Konzertmeister des Frankfurter Opernhauses, 1922-1929 Bratschist im
Amar-Quartett, wurde er 1921 zum Mitbegründer der Donaueschinger
Kammermusikfeste, deren Leitung er bis 1926 innehatte. Berühmt und berüchtigt
machte den jungen Komponisten sein "Streichquartett C-Dur" (1922), mit
dem er sich über bisher geltende Werte in der Musik völlig hinwegsetzte.
1927 ging er dann als Kompositionslehrer an die Berliner Hochschule für
Musik. Hier entstand sein Lehrwerk "Unterweisung im Tonsatz". Vier
Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten musste er seine Arbeit in
Berlin aufgeben, obwohl sich unter anderem Furtwängler
für ihn eingesetzt hatte.
Über die Schweiz (1938) kam er 1940 in die Vereinigten Staaten,
unterrichtete bis 1953 an der Yale University in New Haven, Connecticut, ehe er
sich endgültig in der Schweiz niederließ, wo er ab 1951 an der Universität
Zürich lehrte. Sämtliche Gattungen der Musik sind im Schaffen des Komponisten
und Musikwissenschaftlers vertreten.
Neben Symphonien, Kammermusik, Liederzyklen, wie "Das Marienleben"
(1922/1923) nach Texten von Rilke, ist die Oper
"Mathis der Maler" (1034) ein Musikdrama um Matthias
Grünewald, als sein Hauptwerk anzusehen. Er starb am 28. Dezember 1963 in
Frankfurt am Main.
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