Der baskische Adelige, geboren im Oktober 1491 auf Schloß Loyola bei Azpeita, wurde
bei der Verteidigung Pamplonas gegen die Franzosen schwer an beiden Beinen verwundet. In
der langandauernden Genesungsphase, die für ihn mit großen Qualen und Schmerzen
verbunden war, erfuhr er eine grundlegende Veränderung seines Wesens, die ihn zur Abkehr
vom weltlichen Leben bewog.
Als Büßer und Bettler in Manresa schrieb er ein Exerzitienbuch und studierte nach
einer Wallfahrt ins Heilige Land 1524-27 in Barcelona, Alcalá und Salamanca und dann
1528-35 in Paris. Dort entwickelte er mit Petrus Faber, Franz Xaver und anderen den Plan
einer Ordensstiftung. Er gelobte Armut, Keuschheit und das Apostolat im Heiligen Land.
Ignatius, der seine Studien in Bologna und Venedig fortsetzte, empfing 1537 die
Priesterweihe und ging im Jahr darauf nach Rom. Dort wurde sein Jesuitenorden bestätigt
und Ignatius zum Generaloberen gewählt. In der Folgezeit war er eine der wichtigsten
Persönlichkeiten der katholischen Kirche und der Gegenreformation.
Seine Idee der Weltmission führte die Jesuiten bis nach Japan. Ignatius starb am 31.
Juli 1556 in Rom. 1622 wurde er heiliggesprochen.
Ignatius von Loyola
"Das Wunder des heiligen Ignatius" von P.P. Rubens, um 1619
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