Seine Bitte um Erschießung als Soldat wurde abgelehnt.
Den Spitznamen "Lakeitel" zog er sich durch Willfährigkeit
gegenüber dem Diktator zu: Wilhelm Keitel, geboren am 22. September 1882 in
Helmschenrode im Harz, war 1901 ins Heer eingetreten und nach dem I. Weltkrieg
in die Reichswehr übernommen worden.
Schicksalhaft für die Karriere des Offiziers wurde am I. Oktober 1935 die
Ernennung zum Chef des Wehrmachtamtes im Reichswehrministerium, das 1938 nach
Entmachtung der Wehrmachtführung den Rahmen abgab für die Bildung des
Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) und Keitel als dessen Chef in die engste
Umgebung Hitlers führte.
Zum Generaloberst befördert, war er an allen militärischen Planungen
beteiligt, konnte aber mangels Befehlsgewalt nur geringen Einfluss auf den
Kriegsverlauf nehmen. Seine eher ministeriellen Funktionen verstrickten ihn
dagegen in die nationalsozialistischen Kriegsverbrechen, etwa durch
Unterzeichnung des berüchtigten Kommissarbefehls (1941) über die Liquidierung
gefangener Politkommissare der Roten Armee.
Keitel, inzwischen (1940) Generalfeldmarschall, war fasziniert von Hitlers
"Genie" und prägte den Ausdruck vom "größten Feldherren aller
Zeiten". Am 8. Mai 1945 musste er in Berlin-Karlshorst die bedingungslose
Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnen, wurde verhaftet und im Prozess gegen
die Hauptkriegsverbrecher am 1. Oktober 1946 zum Tod verurteilt und fünfzehn
Tage später in Nürnberg gehenkt.
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