Er predigte zivilen Ungehorsam, um die Rechte der Schwarzen durchzusetzen.
Der farbige Seelsorger und Prediger, am 15. Januar 1928 in Atlanta, Georgia,
geboren, übernahm 1955 nach seiner Promotion eine Baptistengemeinde in
Montgomery, Alabama. Seine Predigten für die Bürgerrechte der 20 Millionen
schwarzen Amerikaner machten ihn bald bekannt.
King gründete neben der NAACP (National Association for the Advancement of
Coloured People) noch die Vereinigung zur friedlichen Rassenintegration und
wurde Präsident der SCLC (Southern Christian Leadership Conference), die als
Dachorganisation von über 80 Bürgerrechtsvereinigungen für einen gewaltfreien
Widerstand nach dem Vorbild Gandhis gegen Diskriminierung
und Rassenhetze eintrat.
Die Aufhebung der Rassenschranken in den öffentlichen Verkehrsmitteln von
Montgomery (1956) war der erste Erfolg der von King eingeleiteten gewaltlosen
Ungehorsamkeitskampagne gegen die Segrationsgesetze des Südens. Mehrfache
Inhaftierungen, auch anlässlich der Unruhen in Birmingham, Alabama (1963),
konnten King nicht von seinem Ziel abbringen.
Der friedliche "Marsch auf Washington" im Herbst 1963 wurde für
ihn zu einem Triumphzug, allerdings brachte ihn die militante Bewegung der
"Black Power" unter Malcolm X, deren neu entdeckter Rassenstolz sich
voller Ungeduld in Gewalt entlud, zunehmend Schwierigkeiten.
1964 wurde King der Friedensnobelpreis zuerkannt. Nach Kings Ermordung am 4.
April 1968 in Memphis, Tennessee, erschütterte eine Welle der Gewalt über 125
Städte der USA. King schrieb mehrere Bücher, darunter "Die Kraft zum
Lieben" (1963) und "Aufruf zum zivilen Ungehorsam" (1968), die
Zeugnis guten Willens geben und Recht ohne Rache fordern.
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