Er kam als erstes von 17 Kindern eines Advokaten in
Quedlinburg am 2. Juli 1724 zur Welt, wurde pietistisch erzogen,
studierte von 1745-1748 Theologie in Jena und Leipzig, neigte
aber weit mehr der Dichtkunst zu. Die Mittel, ihr ganz zu leben,
erhielt Friedrich Gottlieb Klopstock 1751, als ihm der dänische König eine lebenslängliche Rente aussetzte.
Der Dichter brach in seinen Oden und Epen mit dem barocken
Formalismus wie mit dem "Französeln" der Epigonen und
fand zu ganz persönlichem Ausdruck seiner Gefühle und seines
Glaubens. Das heute fremd klingende hohe Pathos etwa des
Hauptwerks "Der Messias" (1748-1773), das Klopstock
zunächst in freien Rhythmen, später in Hexameter-Gesängen
erscheinen ließ, hatte erheblichen Einfluss auf Empfindsamkeit
und Sturm und Drang, aber auch auf die klassischen Werke Goethes
und Schillers.
Daneben sind die "Geistlichen Lieder" (1758-1769)
bemerkenswert und weithin berühmt gewordene Oden wie "Die
Frühlingsfeier" (1771). Mit Dramen, beispielsweise "Die
Hermannsschlacht" (1769), hatte Klopstock, der am 14. März
1803 in Hamburg starb, weniger Glück.
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