Béla Ferenc Dezsö Blaskó wurde am 20. Oktober 1882 in der ungarischen
Stadt Lugos geboren. Als er 1893 das Gymnasium besuchen sollte, riss er aus,
wurde Schauspieler, nannte sich nach seiner Heimatstadt Lugosi und tingelte mit
Tourneebühnen bis zum I. Weltkrieg durch Ungarn und Rumänien, oft in
Horror-Rollen.
Als sich Lugosi 1919 aus politischen Gründen gezwungen sah, Ungarn zu
verlassen, ging er zunächst nach Wien, dann nach Berlin, wo er erstmals
Filmrollen übernahm, unter anderem in Murnaus
"Januskopf" (1920) und als Chingachcook in einer Lederstrumpf-
Verfilmung.
Seit 1921 in den USA, spielte er zunächst Theater und dann auch in einigen
Filmen. Dabei arbeitete er auch unter Tod Browning, dem Regisseur Lon
Chaneys. Als dieser 1930 starb, bot man Lugosi nach einigem Zögern die
Rolle seines Lebens an: "Dracula" nach dem Roman von Bram Stoker.
Vor allem Frauen waren von der Eleganz und hintergründigen Erotik der Figur
begeistert. Die hässliche Rolle des Monsters in "Frankenstein" lehnte
Lugosi jedoch ab und blieb daher immer nur die Nummer zwei der Horrorstars
hinter Boris Karloff. 1938 gab er jedoch in "Son of Frankenstein"
neben Karloff einen hinreißenden Gehilfen Ygor.
Bis zum Ende der 40er Jahre war sein Stern jedoch verblasst. Lugosi spielte
nur noch in Billigproduktionen, war drogensüchtig und hatte vier gescheiterte
Ehen hinter sich. Nach einer Entziehungskur 1955 drehte er noch einen Film und
trat in einem Theaterstück auf.
Am 16. August 1956 fand ihn die fünfte Mrs. Lugosi tot im Bett.
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