Der am 17. April 1573 in München geborene Sohn des bayrischen Herzogs Wilhelm V.
besuchte zusammen mit seinem Vetter, dem späteren Kaiser Ferdinand
II., die Ingolstädter Jesuitenuniversität. Ganz im Geist der katholischen
Gegenreformation erzogen, war er auch persönlich von unnachsichtiger, dogmatischer
Strenge.
Ab 1597 regierte er das Herzogtum Bayern und übte ein straffes Regiment aus. Die von
ihm gegen Donauwörth vollzogene Reichsacht verursachte 1609 die Sprengung des Reichstages
und führte zum Dreißigjährigen Krieg. Als einer der Führer der Katholischen Liga
machte er Tilly zum General seiner Armee und unterstützte
Ferdinand II. gegen den "Winterkönig" Friedrich
V. von der Pfalz.
Als Gegenleistung erhielt er nach der siegreichen Schlacht am Weißen Berg bei Prag die
Kurwürde und die Oberpfalz. 1630 hatte Maximilian maßgeblichen Anteil an der Entlassung Wallensteins, dem er nicht traute. Der "Motor der
Gegenreformation" starb am 27. September 1651 in Ingolstadt.
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