Christian Morgenstern (1871 bis 1914 nach Christus)
Sein Wahlspruch lautete: "Das Leben der Wahrheit opfern".
Der Sohn eines Kunstprofessors wurde am 6. Mai 1871 in München geboren und studierte
in Breslau Volkswirtschaft, Jura, Philosophie und Kunstgeschichte. Schon als Kind
versuchte er sich als Dichter, machte sich aber auch als Übersetzer von Ibsen, Strindberg, Björnstjerne Bjørnson, Knut Hamsun und französischer
Gedichte Friedrichs des Großen einen Namen.
Seit 1894 betätigte er sich als Redakteur, Journalist und Schriftsteller in Berlin.
Auf zahlreichen Reisen entstanden seine vielen Verszyklen. In seiner ernsten,
gottsuchenden Liebes- und Seelenlyrik hat er seine intensive Beschäftigung mit Schopenhauer, Nietzsche,
Paul de Lagarde, dem Johannesevangelium, dem Buddhismus und besonders der Anthroposophie Rudolf Steiners verarbeitet.
Bekannt machten ihn jedoch vor allem seine grotesk-phantastischen Sammlungen
"Galgenlieder" und "Palmström", die sich durch empfindliches
Sprachgefühl und skurrilen Humor auszeichnen und mit denen er "die sinnlos gewordene
Welt einmal auf den Kopf stellen, durch groteske Komik entspannen wollte".
Morgenstern erlag am 31. März 1914 in Meran einer langjährigen Tuberkuloseerkrankung.
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