Der um 1178 geborene jüngste Sohn Friedrich Barbarossas
war zunächst für den geistlichen Stand bestimmt, wurde dann jedoch durch seinen Bruder,
Kaiser Heinrich VI., 1195 mit Tuszien und 1196 mit dem Herzogtum Schwaben belehnt. Seine
Ehe mit der byzantinischen Kaisertochter Irene (1197) sollte Heinrichs Byzanzpläne
unterstützen.
Als dieser 1198 plötzlich starb, setzte sich Philipp für die Wahl des erst
zweijährigen späteren Friedrichs II. ein, ließ sich
dann aber vom Stauferanhang dazu bewegen, selbst die Königskrone anzunehmen, während die
Welfenpartei Otto IV. von Braunschweig wählte.
Gegen den Welfen, der von England unterstützt und 1201 von Papst Innozenz III. anerkannt wurde, verbündete sich Philipp
mit Frankreich, gewann durch seine Wesensart und kluge Diplomatie immer mehr Anhänger und
besiegte seinen Rivalen 1206 bei Wassenberg. Als schließlich auch der Führer der
welfischen Partei, Erzbischof Adolf von Köln, zu den Staufern überging, wurde Philipp
allgemein anerkannt und noch einmal gekrönt.
1208 war auch der Papst bereit, ihn als Kaiser zu akzeptieren. Doch am 21. Juni 1208
wurde Philipp während eines Hochzeitsfestes in Bamberg von dem bayrischen Pfalzgrafen
Otto von Wittelsbach, dem er die Hand seiner Tochter verweigert hatte, ermordet.
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