Rainald von Dassel (um 1120 bis 1167 nach Christus)
Barbarossa war für ihn der "Herr der Welt".
Der Kampf um die - weltliche - Vorherrschaft zwischen Kaiser und Papst dauerte an, als
1152 mit Friedrich I. Barbarossa ein Mann den
römisch-deutschen Thron bestieg, der nicht gesonnen war, seine Macht als Lehen des
Papstes zu verstehen. Entschlossenster Mitstreiter für seinen Anspruch auf das
"Sacrum Imperium", die "heilige", also göttliche Herkunft der
kaiserlichen Herrschaft, war seit 1156 Rainald von Dassel, sein um 1120 geborener Kanzler.
Der profilierte Papstgegner war dabei selbst ein Kirchenmann, entstammte einer
niedersächsischen Adelsfamilie, hatte in Hildesheim und Paris studiert und war 1149
Dompropst in Goslar geworden. Er begleitete den Kaiser auf dessen Italienzügen, wurde
1159 zum Erzbischof von Köln ernannt und war damit zugleich Erzkanzler für Italien.
Unermüdlich suchte er nach Verbündeten gegen Papst Alexander
III., dem er in Viktor IV. und Paschalis III. Gegenpäpste entgegenstellte, hatte aber
damit keinen daurehaften Erfolg. Zur Unterstreichung der kaiserlichen Machtvollkommenheit
betrieb Rainald 1165 die Heiligsprechung Karls des Großen
und zog 1167 mit einem Heer gegen Rom.
Zwar siegte er bei Tusculum über die Römer, doch erlag er wenig später, am 14.
August 1167, in der Nähe von Rom, der Malaria.
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