Hans Scholl (1918 bis 1942 nach Christus) und Sophie Scholl (1921 bis 1942 nach Christus)
Sie starben für ein anderes Deutschland.
Hans wurde in Ingersheim an der Jagst am 22. September 1918, Sophie in Forchtenberg am
9. Mai 1921 geboren. Seit 1930 in Ulm lebend, begeisterten sie sich anfangs für das neue
NS-Regime, und zwar gegen den Willen ihres Vaters, der die Nationalsozialisten unverhohlen
ablehnte.
Hans wurde Fähnleinführer in der Hitler-Jugend, Sophie
Gruppenführerin bei Bund deutscher Mädel (BdM). Der dort erfahrene Fanatismus und die
Forderung nach bedingungsloser Unterordnung, die sich im Verbot ausländischer Lieder und
vieler ihrer Lieblingsschriftsteller äußerte, führte zu einer allmählichen Entfremdung
vom Nationalsozialismus, die von den liberalen Ideen des Vaters und der Religiösität der
Mutter beschleunigt wurde.
Prägenden Einfluß erhielten beide auch durch das Gemeinschaftserlebnis in der
verbotenen katholischen Bündischen Jugend. Seit April 1939 studierte Hans, unterbrochen
von Kriegseinsätzen, in München Medizin, wo er Kontakt zu Gleichgesinnten wie Alexander
Schmorell, Christoph Probst und Willi Graf, den späteren Mitgliedern der "Weißen
Rose", fand.
1942 kam auch Sophie als Studentin nach München, wo sich die oppositionellen Studenten
entschlossen hatten, zu aktivem Widerstand gegen das Naziregime aufzurufen. Bei der
Verteilung von Flugblättern in der Universität München wurden Hans und Sophie
festgenommen und am 22. Februar 1942 hingerichtet.
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