Seine dokumentarischen Romane enthüllten soziale Mißstände.
Der am 20. September 1878 in Baltimore geborene und in ärmlichen Verhältnissen
aufgewachsene Journalist und Schriftsteller demonstrierte in seinem 1906 erschienenen
Roman "The Jungle" an dem litauischen Einwanderer Jurgis Rudkus und dem Zerfall
seiner Familie die unmenschlichen Ausbeutungsverhältnisse in der Chicagoer
Fleischindustrie.
In dem naturalistischen Roman, in dem er eigene Erfahrungen verarbeitete, vertritt
Sinclair sozialistische Thesen, wie auch in seinen folgenden Werken, die daher von
amerikanischen Verlegern boykottiert wurden, in Europa jedoch sehr erfolgreich waren.
Neben seinen Romanen veröffentlichte der äußerst produktive Schriftsteller
Abhandlungen, Kurzgeschichten, Bühnenstücke, Jugendbücher, Pamphlete über Sozialismus,
Religion, Gesundheit, Telepathie und andere Themen. Mit "Metropolis" (1908)
begann er die Serie seiner Antikorruptionsromane.
Es folgten "König Kohle" (1917) und "Hundert Prozent" (1920). In
"Drachenzähne" (1942) befaßte sich Sinclair mit dem Nationalsozialismus in
Deutschland. Er starb am 25. November 1968 in Bound Brook, New Jersey.
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