Douglas Sirk wurde als Detlef Sierck am 26. April 1900 in Dänemark geboren, wo er
zunächst als Journalist arbeitete. 1923 kam er nach Deutschland und wurde als
Theaterschauspieler, Regisseur und schließlich Intendant bekannt. Trotz seiner offen
kritischen Haltung gegenüber den Nationalsozialisten wurde er 1934 von der UFA als
Filmregisseur verpflichtet, wo er unter anderem "Zu neuen Ufern" (1937) und
"La Habanera" (1937) drehte, mit denen Zarah Leander zum Star wurde.
Im selben Jahr noch emigrierte er über Frankreich in die USA, wo er zunächst nur
wenig Regiearbeit bekam. Dann bewies er jedoch, daß es ihm trotz seiner
Anpassungsfähigkeit an das amerikanische System möglich war, den Filmen seinen eigenen
Stempel aufzudrücken, vor allem die ihm eigene Sozialkritik einzubringen, wenn auch
häufig versteckt hinter klischeehaften Handlungen, und nach und nach kam seine Karriere
wieder in Gang.
Seine größten Erfolge feierte er in den 50er Jahren mit einer Serie klassischer
Melodramen, in denen er zwar mit den Konventionen des Genres arbeitete, deren visuelle
Gestaltung und sorgfältig aufgebaute psychologische und sozialkritische Strukturen sie
aber weit darüber hinaushoben.
In den 70er Jahren wurden sie, nachdem sie lange als Kitsch verkannt waren,
wiederentdeckt und vor allem für Rainer Werner Fassbinder
zu Vorbildern. Sirk starb am 14. Januar 1987.
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