Die Idee lag in der Luft - Berlin und Paris im Wettstreit.
Der Erfinder, am 30. April 1863 in Berlin geboren, war von Beruf Photo- und Glasmaler
sowie Fachmann für Nebenbild- und Doppelprojektionsapparate. Ende der 80er Jahre des 19.
Jahrhunderts machte er erste Experimente mit Kodak-Zelluloid-Film und Studien bewegter
Bilder, indem er Bildbänder aus Rohfilmplatten in Streifen aneinanderklebte.
Die erste Aufnahmekamera, der "Kurbelkasten" entstand 1892. Dann entwickelte
er einen Projektor, das Bioskop, und ein Schneckenradgetriebe für den Filmtransport.
Schließlich drehte er im Atelier die ersten Szenen, die er am 1. November 1895 im
Berliner Wintergarten vorführte, zwei Wochen bevor die Brüder Lumière ihre Erfindung in
Paris präsentierten.
In der Folgezeit reiste Skladanowsky gemeinsam mit seinem Bruder Emil umher und führte
seine kurzen Filme vor. Der dritte Bruder, Eugen, war der erste deutsche
"Filmschauspieler", pikanterweise in einer Frauenrolle. Da ihnen aber das Geld
für eine Wieterentwicklung ihrer Erfindung fehlte und der Apparat der Lumières dem ihren
technisch überlegen war, gerieten sie schnell in Vergessenheit.
Max Skladanowsky starb am 30. November 1939 in Berlin.
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