"Ich habe einem Regime gedient, dessen eigentliche Energie auf die
Menschenausrottung gerichtet war".
Im Nürnberger Prozeß war der einstige Architekt und "Freund" Hitlers einer der wenigen, die sich zu ihrer Mitschuld an den
namenlosen Verbrechen des Nationalsozialismus bekannten: Albert Speer, geboren am 19.
März 1905 in Mannheim, war 1931 der NSDAP beigetreten und Bewunderer Hitlers geworden.
Er stieg rasch auf, organisierte Weiheveranstaltungen und Reichsparteitage, baute unter
anderem die Neue Reichskanzlei (1939) und wurde 1942 Reichsminister für Bewaffnung und
Munition. Unter seiner Führung erreichte die deutsche Kriegswirtschaft enorme
Produktionszahlen (Höhepunkt 1944) - und das trotz zunehmender massiver Bombenangriffe
auf Fabriken und Verkehrswege.
Im März 1945 widersetzte sich Speer der Anordnung Hitlers, mit einer Taktik der
"verbrannten Erde" die Alliierten aufzuhalten ("Nero-Befehl"),
und konnte so noch manche wichtige Einrichtung retten. Das bewahrte ihn nicht vor schwerer
Strafe: 1946 zu 20 Jahren Haft verurteilt, blieb er die volle Zeit im
Kriegsverbrechergefängnis Spandau.
Nach seiner Haftentlassung veröffentlichte er ungewöhnlich erfolgreiche
Memoirenbände. Er starb am 1. September 1981 in London.
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