Er war der Nachfolger Goethes als literarische Autorität.
Der Dichter, am 31. Mai 1773 als Sohn eines Seilermeisters in Berlin geboren, studierte
in Halle und Göttingen Literatur. Erste Meriten erwarb er sich mit dem Briefroman
"Geschichte des Herrn William Lovell" (1796). Nach dem plötzlichen Tod seines
Freundes Heinrich Wackenroder, den er seit seiner
Gymnasialzeit kannte, vollendete er den gemeinsam konzipierten, in der Hauptsache aber von
Wackenroder geschriebenen Roman "Franz Sternbalds Wanderungen" (1798).
Tieck ließ sich in Jena nieder, wo er sich dem frühromantischen Kreis um die Brüder
Schlegel anschloß und auch mit Schelling, Novalis und Brentano
verkehrte. Als der Jenaer Kreis zerbrochen war, wohnte Tieck meist auf Gut Ziebingen bei
Frankfurt an der Oder, war jedoch viel auf Reisen.
So besuchte er Prag (1813), Frankreich sowie England (1817), wo er Shakespeare-Studien
betrieb. 1819 schließlich zog er nach Dresden, wo er zum Hofrat ernannt und Dramaturg am
Hoftheater wurde. Von Friedrich Wilhelm IV.1842 nach
Berlin berufen, konnte er dort sein Lieblingsprojekt, eine Shakespeare Bühne,
verwirklichen.
Ludwig Tieck starb am 28. April 1853 in Berlin. Der gebürtige Berliner war eine
zentrale Gestalt der Romantik, sowohl durch eigene Produktion, in der Märchen eine
besondere Rolle spielten, als auch durch seine literaturhistorischen Arbeiten. Darüber
hinaus erwarb er sich als Herausgeber (Wackenroder, Novalis, Kleist und Lenz) Verdienste
um die Literatur seiner Zeit.
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