Arnold Joseph Toynbee (1889 bis 1975 nach Christus)
Untersuchte die Geschichte der Zivilisation.
Der am 14. April 1889 in London geborene Geschichts- und Kulturphilosoph war 1919-24
Professor für Sprachen, literatur und Geschichte an der Universität in London, wo er
auch an der School of Economics unterrichtete. 1925 wurde er Leiter des Royal Institute of
International Affairs (bis 1956). Er starb am 22. Oktober 1975 in New York.
In seinem großen Hauptwerk "A study of History" (1934-61) bemühte sich
Toynbee um eine philosophische Betrachtung der großen Entwicklungslinien der
Menschheitsgeschichte. Die Geschichte verläuft demnach im Wechsel dynamischer Zeiten und
Phasen des Beharrens. Die Zivilisation verdankt ihre immer neuen Entwicklungsschübe
Problemlagen, in denen neue Antworten ("response") zur Bewältigung objektiver
und selbstgestellter Herausforderungen ("challange") gegeben werden.
Ebenso spielen Stagnations- und Rückbildungsperioden eine Rolle, in denen zum Beispiel
herrschende Klassen sich überholt haben und neue Kräfte zum Nachrücken bereitstehen.
Die Geschichte aller großen Kulturen, deren Anzahl Toynbee anfangs auf 21 später auf 13
bezifferte, vollzieht sich in Aufstiegs- und Verfallszyklen, ohne daß Fortschritt dadurch
ausgeschlossen ist.
Titel weiterer Werke Toynbees sind "Die Kultur am Scheideweg" (1948) und
"Die Welt und der Westen" (1953).
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