Er begründete die große russische Ballett-Tradition.
Der Sohn eines Hüttendirektor, am 7. Mai 1840 in Wotkinsk geboren, ging nach
anfänglicher Tätigkeit im Justizministerium 1862 an das Petersburger Konservatorium, war
1866-78 Professor für Musiktheorie am Konservatorium in Moskau und lebte danach als
freischaffender Komponist und Dirigent an verschiedenen Orten in Rußland wie im Ausland.
Tschaikowski schuf ein alle Gebiete der Instrumental- und Vokalmusik umfassendes Werk.
Neben der deeutschen Romantik beeinflußte ihn besonders die französische und
italienische Musik seiner Zeit, aber auch nationalrussische Elemente fanden Eingang in
seine Kompositionen. Die Spannweite reicht von brillianter Artistik
("Nußknacker-Suite", 1892) bis zu ausdrucksstarkem Pathos (6. Symphonie h-Moll,
"Pathétique", 1892). Seine drei Klavierkonzerte und das Violinkonzert D-Dur
(1881) stehen bis heute hoch in der Gunst des Publikums.
Von seinen zehn Opern haben sich "Eugen Onegin" und "Pique Dame",
beide nach Vorlagen von Puschkin, im Repertoire der
Opernhäuser gehalten. Ballette wie "Schwanensee" (1876),
"Dornröschen" (1890) und "Der Nußknacker" (1892) gehören zum
klassischen Repertoire. Tschaikowski gilt als der bedeutendste Komponist der westlich
orientierten russischen Schule.
Er starb am 6. November 1893 in St. Petersburg an der Cholera.
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