Aus der Avantgardistin des "absoluten Tanzes" wurde die in aller Welt
geschätzte Modern-dance Pädagogin.
Mary Wigman wurde am 13. November 1886 in Hannover geboren. Sie ließ sich bei Emile
Jacques Dalcroze und dem Wegbereiter des neuen deutschen Ausdruckstanzes, dem Ungarn
Rudolf von Laban, ausbilden.
Ab 1919 trat sie mit dem neuen "absoluten Tanz" in aufsehenerregender Weise
an die Öffentlichkeit. Es waren unpantomimische, rein bewegungsdynamische Gruppentänze
oder solistische Aktionen ("Abendliche Tänze", 1924;
"Schicksalslied", 1935; "Totenklage", 1936; "Herbstliche
Tänze", 1937), die oft ohne jede zeitliche Einteilung getanzt wurden.
Seit 1921 lehrte Mary Wigman an einer eigenen Schule in Dresden, wo Hanya Holm und
Yvonne Georgi zu ihren Schülern gehörten, dann in Leipzig und ab 1949 in Berlin. Hier
prägte sie maßgeblich den Modern dance in Deutschland. In mehreren Schriften hat sie
ihre Auffassung vom Tanz dargelegt. Nach ihrem Abschied als Solotänzerin choreographierte
sie unter anderem Strawinskys "Sacre du Printemps" und Orffs "Carmina
Burana".
Mary Wigman starb am 18. September 1973 in Berlin.
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