Auf dem XX. Parteitag der KPdSUverurteiltChruschtschow im Februar den Personenkult und Machtmißbrauch der Stalin-Ära. Diese Äußerungen werden von einigen Oppositionsgruppen im Ostblock als Lockerung der Sowjetkontrolle mißverstanden.
Im Juni kommt es nach einem Generalstreik im polnischen Posen zu offener Revolte, die vom Militär niedergeschlagen wird (53 Tote). In der Tschechoslowakei, in Ungarn und der DDR wird nach anfänglicher Reformbereitschaft (Freilassung politischer Häftlinge, Liberalisierung der Führungsspitze) gegen Jahresende die Opposition wieder scharf unterdrückt.
Am radikalsten ist die Entwicklung in Ungarn, wo am 21.10. ein Volksaufstand gegen die kommunistische Herrschaft losbricht. Der Reformpolitiker Imre Nágy wird Ministerpräsident, Ungarn tritt aus dem Warschauer Pakt aus und erklärt seine Neutralität. Am 4.11. wird der Aufstand durch russische Panzer unter beachtlichen Verlusten auch auf russischer Seite zerschlagen. Nágy wird verhaftet und 1958 hingerichtet. Über 200,000 Ungarn fliehen in den Westen.
Im März reagieren die über Zypern herrschenden Engländer auf die Unabhängigkeitsbestrebungen der EOKA mit der Verhaftung und Deportation von dessen Führer Erzbischof Makarios III. und lösen damit die Zypernkrise aus.
Weil die Amerikaner den Ausbau des Assuanstaudammes nicht unterstützen wollen, läßt der ägyptische Staatspräsident Nasser die aus 22 (nicht-ägyptischen) Nationen zusammengesetzte Suez-Kanal-Gesellschaft im Juli enteignen, um das Assuanprojekt aus den Kanaleinnahmen zu finanzieren. Einen Monat vorher waren die letzten Soldaten der einstigen Kolonialmacht Großbritannien abgezogen. Insbesondere England und Frankreich reagieren empört, daß man "ihren" Kanal weggenommen hat.
Israel bietet mit einem Angriff auf Ägypten am 30.10. den für London und Paris erwünschten Vorwand zum militärischen Eingreifen. Nach schweren Bombardements von Port Said vom Stützpunkt Zypern aus setzen die alliierten Luftlandetruppen (Frankreich und England) in der von Ägypten zäh verteidigten Suez-Kanalzone ab. Die USA und die UdSSR verurteilen die Intervention scharf, letztere droht mit Militäraktionen. Durch Vermittlung der UNO können ein größerer Krieg verhindert und die Angreifer zum Einlenken bewegt werden, als die Supermächte sich gegenseitig mit Einsatz von Atomwaffen drohen. Ein Ölboykott der arabischen Staaten gegen England und Frankreich macht die Ohnmacht der Interventen deutlich.
Der Schutz der Kanalzone wird von UN-Truppen übernommen, um den Abzug der Alliierten zu decken. Das militärische Ziel der Alliierten wurde nicht erreicht. Politisch haben die Angreifer erheblich an Ansehen verloren. Der Suezkanal ist nicht mehr befahrbar, weil er von 46 versenkten Schiffen blockiert ist.
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Hast Du Mäuse in der Hütt'
Kannst Du singen in der Bütt.
Schleicht die Ratte erst ums Haus,
sieht die Sach' schon anders aus.
Geht die Wanze gar durchs Bett,
machts den Kohl erst richtig fett.
Wird die Motte auch zur Plage,
Ist Dein Haus schon Straßensage.
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