Friedrich I. Barbarossa, der zweite Staufer (1122 geboren) auf dem Kaiserthron des Heiligen Römischen Reichesw, am 5.3.1152 einstimmig gewählt, scheiterte mit vielen seiner politischen Unternehmungen und führte doch das Ansehen von Krone und Reich auf einen ungeahnten Gipfel.
Als etwa 30-Jähriger an die Macht gekommen und auf seinem ersten Italienzug (1154/1155) zum Kaiser gekrönt, geriet er sogleich in den Konflikt mit der Kurie, da er sich weigerte, die Krone als Lehen des Papstes zu akzeptieren.
Zunächst hatte er mit zwei weiteren Zügen nach Italien (1163, 1166-1168) Erfolg und konnte die kaiserlichen Rechte dort wiederherstellen, doch dann folgten Rückschläge, 1176 in der Niederlage bei Legnano gegen die Mailänder gipfelnd.
1177 gelang Friedrich dann aber die Aussöhnung mit dem Papst, so dass er sich dem Ausbau der Königsmacht im Reich zuwenden konnte.
Hatte Friedrich schon selbst 1156 mit seiner Ehe mit Beatrix von Burgund seine Hausmacht bedeutend gestärkt, so brachte die Hochzeit seines Sohnes Heinrich IV. mit Konstanze von Sizilien 1186 neben der Lombardei weitere Ansprüche in Süd-Italien.
Auch der lange gefährliche Rivale in Deutschland, der Welfe Heinrich der Löwe, konnte gezähmt werden.
Krönung des ruhmvollen Lebens sollte 1189 der 3. Kreuzzug ins Heilige Land werden, doch brachte er vor dem Sieg des Kaisers Ende.
Friedrich I. Barbarossa ertrank am 19.6.1190 im Fluss Salef in Kleinasien.
Der 'Rotbart' oder 'Barberossa', wie Friedrich I. wegen seines rotblonden Bartes genannt wurde, wuchs nach dem Tode zur Legende: Im Kyffhäuser, einem Berg im Harz, warte er auf seine Wiederkehr, um Deutschland wieder einig, stark und groß zu machen.
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