Friedrich III., der am 21.9.1415 als Sohn Herzog Ernsts des Eisernen von Österreich in Innsbruck das Licht einer bröckelnden spätmittelalterlichen Welt erblickte, gehörte zu den Herrschern mit der längsten Regierungszeit.
1440 zum deutschen König gewählt und 1452 (als letzter in Rom) zum Kaiser gekrönt, war Friedrich als Krisenmanager überfordert und kümmerte sich daher auch mehr um die Sicherung seiner Erblande als um die zentrifugalen Kräfte und Angriffe von außen, die das Reich bedrohten.
Alle Versuche, ihm als Gegner einer Reformierung des zerstrittenen Reiches die Krone zu entreißen, scheiterten.
Zunächst aber musste Friedrich daheim Rückschläge hinnehmen. Die Rückgewinnung des schweizerischen Aargaus scheiterte, Böhmen ging ebenso verloren wie Ungarn.
Seine Erfolge verdankte Friedrich III. seinem diplomatischen Geschick, Gegner gegeneinander auszuspielen und seiner Langlebigkeit. 1477 konnte er seinen Sohn Maximilian I. mit Maria von Burgund verheiraten, der ihm Österreich zurückerobert hatte, und vereinte durch die Übernahme Tirols 1490 den gesamten habsburgischen Besitz in einer Hand.
Das 1447 im Namen der deutschen Nation mit dem Papst abgeschlossene Konkordat sicherte Friedrich III. nicht nur fianzielle Vorteile, es regelte auch die Beziehungen der deutschen Kirche zu Rom bis 1806.
Als er am 19.8.1493 in Linz starb, hatte sein Wahlspruch : 'Alles Erdreich ist Österreich untertan' ungeahnte Aktualität gewonnen.
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