Heinrich II. (Henry II. Plantagenet), Enkel von Heinrich I. von England, wurde am 5.3.1133 als Sohn der englischen Thronerbin in Le Mans geboren.
Seine Mutter Mathilde, Tochter von Henry I., war die Witwe des römisch-deutschen Kaisers Heinrich V., sein Vater Gottfried V. Graf von Anjou-Plantagenet, den sie in zweiter Ehe geheiratet hatte.
1151 wurde Heinrich Herzog der Normandie. Durch seine 1152 geschlossene Ehe mit Eleonore von Aquitanien erweiterte sich sein Machbereich um Aquitanien und die Gascogne.
Den Thronanspruch seiner Mutter nutzend, wandte er seine Armee erfolgreich gegen deren Cousin Stephan I. von Blois, der den Thron okkupiert hatte, und wurde nach dessen Tod 1154 König von England.
In den ersten Herrschaftsjahren gelang es ihm, die Unruhen, die unter Stephan ausgebrochen waren, zu unterdrücken. Siegreiche Eroberungen waren Nordwales und die Rückgewinnung der ehemals an Schottland abgetretenen nördlichen Grafschaften Englands.
1164 erließ er die Konstitution von Clarendon, welche den Klerus der weltlichen Gerichtsbarkeit unterstellte, und forderte damit den Widerstand des Erzbischofs von Canterbury, seines früheren Freundes und Kanzlers Thomas Becket, heraus. Der Konfliktstoff und der Wandel des sinnenfrohen Beckett zum streitbaren Gottesdiener ist in die Weltliteratur eingegangen.
Als Beckett nach Verbannung, Versöhnung und Rückkehr erneut mit Heinrich in Konflikte geraten war wurde er vor seiner Kathedrale von königstreuen Adligen erschlagen. Bereits 1173 wurde er von Papst Alexander II. heilig gesprochen, und Heinrich II. sah sich gezwungen, an Becketts Grab Buße zu tun und die Kirchenreform zurück zu nehmen.
Er führte jedoch die von den normannischen Königen begonnenen übrigen Rechtsreformen weiter und brachte so den Adel gegen sich auf. Das bis dahin übliche Gottesurteil ersetzte er durch ein vereinheitlichtes, zentralisiertes Rechtsprechungs- und Gerichtssystem.
1171/1172 begann Heinrich mit der Eroberung von Irland und zwang 1174 König Wilhelm den Löwen von Schottland, ihn als Lehnsherrn anzuerkennen.
Nach 1171 gab es mehrere Aufstände des Adels gegen ihn, an denen auch seine Söhne Richard Löwenherz und Johann Ohneland beteiligt waren.
Heinrichs französische Besitztümer waren zudem für König Philipp II. von Frankreich ein ständiger Anlass, mit ihm in Konflikt zu geraten.
Heinrich II. von England starb am 6.7.1189 in Chinon im Kampf gegen seine aufständischen Söhne.
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen