Der Chemiker und Atomforscher Otto Hahn, geboren am 8.3.1879 in Frankfurt am Main, begann 1897 ein Studium der Chemie in Marburg und München.
Nach der Promotion wurde er 1901 Assistent bei Sir William Ramsay, einem Spezialisten für Edelgase, wo er das Radiothorium entdeckte.
Sein Interesse an der Untersuchung radioaktiven Materials war nun geweckt. Er ging nach Montreal, wo er unter Rutherford bei weiteren Experimenten das Thorium C und das Radioactinium entdeckte.
1906 kehrte er nach Berlin zurück und gründete 1907 zusammen mit der jungen Wiener Physikerin Lise Meitner, damals Assistentin von Planck, ein Kernforschungszentrum.
Nachdem Meitner 1938 im Zuge der Judenverfolgung nach Schweden fliehen musste, führte Hahn, aufbauend auf ihren gemeinsamen Vorarbeiten, mit Fritz Straßmann Experimente durch, in denen Uranatome mit Neutronenstrahlen beschossen wurden. Dadurch hofften sie, neue Stoffe, die Transurane, mit einem höheren Atomgewicht zu finden.
Als sie im Produkt ihres Beschusses Barium und Krypton entdeckten, war klar, dass ihnen die für unmöglich gehaltene Kernspaltung gelungen war, die eine große Menge an Energie freisetzte.
Für diese Forschungen, die Grundlage sowohl zur Atombombe als auch zur Kernkraft wurden, erhielt Hahn 1945 den Nobelpreis für Chemie.
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