Karl II. (der Kahle) und sein Bruder Ludwig (der Deutsche) erneuern zu Straßburg ihr Bündnis gegen ihren gemeinsamen Bruder Lothar I. und beschwören angesichts ihrer beider Heere die 'Straßburger Eide'. Dieser eidesstattliche Vertrag wird sowohl in altfranzösischer als auch in althochdeutscher Sprache abgefasst werden und stellt das älteste bekannte schriftlich nachweisbare Denkmal der sprachlichen Trennung zwischen Ost- und Westfranken dar.
In der unter Papst Gregor VII. stattfindenden 'Fastensynode' erklärt dieser den römisch-deutschen König Heinrich IV. für abgesetzt und gebannt. Der als abtrünnig diffamierte Erzbischof von Mainz wird aus der Kirche ausgestoßen. Am 24.1. hatte Heinrich IV. auf der Synode zu Worms unter Vorsitz des Erzbischofs von Mainz gerade erst den Papst für abgesetzt erklärt gehabt. Die deutschen Fürsten sind verunsichert, weil durch die päpstliche Bannung von Heinrich IV. auch der Treue-Eid der Fürsten und Reichs-Bischöfe formal aufgehoben ist. Sie fallen zwar nicht gänzlich von Heinrich ab, erklären aber auf dem Fürstentag zu Trebur, ihn nur dann als König weiterhin anerkennen zu wollen, wenn er innerhalb eines Jahres die Lösung vom päpstlichen Bann erreiche. Kurz vor Ablauf der Frist wird er am 17.1.1077 mitsamt seiner Familie den berühmten Bußgang nach Canossa tun - und mit der vordergründigen Unterwerfung den Erhalt seiner Königsmacht als nicht unbedeutenden Sieg im bis 1122 andauernden Investiturstreit mit dem Papsttum davontragen.
Die Kirchenspaltung in Rom wird durch den andauernden Streit römischer Patrizier um welfisch-staufische Präferenzen forciert, wobei es heute zu einer doppelten Papstwahl kommt. Erst gewählter Papst wird Anaklet II. (+1138). Der ebenfalls heute gewählte Gegenpapst Innocenz II. (+1143) entzieht sich seinen Verfolgern nach Frankreich zu Bernhard von Clairvaux.
Der Landesbischof von Münster bestätigt prinzipiell die reformierte Sekte der im Münsterländer Volk beliebten 'Wiedertäufer', die man heutzutage wohl als kommunistisch bezeichnen würde. Keine zwei Wochen später wird er über den Fall anders denken und die Sekte bekämpfen.
In Delhi wird Akbar, der Sohn des am 28.1. verstorbenen Humayun, zum neuen Großmoghul ausgerufen. Er wird sich zunächst gegen Rebellen mit Hilfe seines Generals Bairam Khan durchsetzen müssen. Bis zu seinem Tod wird er ganz Nordindien von Bengalen bis Gujarat und Afghanistan unter seine Kontrolle gebracht haben. Nach innen konsolidiert er das Staatswesen durch steuerliche, religiöse und verwaltungsmäßige Reformen und bindet auch die hinduistischen Rajputenfürstentümer durch Verleihung hoher kaiserlicher Ränge und Administrationsaufgaben in den Reichsverband ein.
[4.2.1610 O.S.] Nachdem die Truppen des zweiten falschen Dmitrij II. ('Pseudo-Dmitrij II.') durch den Zaren Vasilij IV. Shuijskij eine empfindliche Niederlage hatten hinnehmen müssen, treffen sich heute ehemalige Anhänger vor Smolensk mit Vertretern des polnischen Königs Zygmunt III. Wasa. Es wird eine Übereinkunft getroffen, daß Wladyslaw, der Sohn des Königs, neuer Zar werden solle und dafür die Rechte der Orthodoxen Kirche wahre. Der regierende Zar Vasilij Shuijskij solle bekämpft und gestürzt werden, was dann auch geschieht. Danach verlangt aber Zygmunt III. den Treueid für sich selbst, was zu neuen kriegerischen Auseinandersetzungen führt. Ab 1613 kommen die Romanovs als eigentliche Nutznießer aus dem Durcheinander mit der Wahl von Michail für die kommenden drei Jahrhunderte ins Spiel.
Der US-Amerikaner Alexander Graham Bell führt 16 Jahre nach dem deutschen Philipp Reis 'seine' Erfindung des Telefons vor und meldet ein Patent darauf an. Die Bell Company gibt es heute noch, von einer deutschen gar weltweit operierenden Reis-GmbH hat man keine Kenntnis.
Heute findet das sogenannte 'Massaker am St. Valentins-Tag' in Chicago statt, bei dem Al Capone sieben Gangster einer rivalisierenden Bande umbringen lässt.
Zwischen der von Stalin geführten Sowjetunion und der von Mao Tse-tung beherrschten Volksrepublik China wird ein auf 30 Jahre angelegter Freundschafts- und Beistandspakt unterzeichnet.
Das Prager Parlament stimmt zwei Wochen nach Zustimmung durch den Deutschen Bundestag der Deutsch-Tschechischen Aussöhnungs-Erklärung mit 131 gegen 59 Stimmen zu, allerdings nicht ohne ein kurzes Zusatzprotokoll als Entgegnung auf Angriffe der deutschen Vertriebenenverbände gegen das späte und von den Zeitläuften längst überholte Vertragswerk.
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